Ich trag eine Sehnsucht  

 

                                             Pilger- und Gebetslied auf dem Jakobsweg

                                                            Ich trag eine Sehnsucht

 

  [Text u. Mel: Bernhard Wegscheid]

 

      

 

1. Ich trag eine Sehnsucht im Herzen tief drin.

Jakobus, Santiago, ein Weg führt dort hin.

Herr, gib die Kraft, die mich lenkt und führt,

näher dem Ziele Santiago zu trägt.

 

Kehrvers: Halleluluja, Ultreya, Santiago, Olè,

                  Halleluluja, Ultreya, Santiago, Olè,

 

2. Noch Sand in den Augen, die Sonne geht auf,

schnür doch dein Bündel, hei, Pilger brich auf!

Herr, gib die Kraft, die mich lenkt und führt,

näher dem Ziele Santiago zu trägt.    KV

3. Die Muschel, das Zeichen am Weg und an mir

trägt immer dich weiter, ist Hilfe und Zier.

Dank sei dem Herrn, der mich lenkt und führt,

näher dem Ziele Santiago zuträgt.    

 

KV

 

4. Die gleißende Sonne am Himmel schon steht,

durch gründende Felder [reifende Felder/ herbstbunte Wälder / kahlbraune Felder] der Pilger nun geht,

Dank sei dem Herrn, der mich lenkt und führt,

näher dem Ziele Santiago zuträgt.     

 

KV

 

5. Die Augen zu Boden, sicher der Tritt,

zum Sehen und Staunen halt ein deinen Schritt.

Herr, bleib bei mir, der mich lenkt und führt,

näher dem Ziele Santiago zuträgt.    

 

KV

 

6. Die Blumen und Gräser, das Korn und Getier,

sind treue Begleiter und Boten von Dir.

Dank sei Dir Herr, der all dies geschenkt,

durch Deine Schöpfung den Blick auf Dich lenkst.    

 

KV

 

7. Trotz Regen, Gewitter, - auch Schnee oder Sturm -

strebt weiter der Pilger, kehrt niemals mehr um.

Herr, bleib bei mir, der mich lenkt und führt,

näher dem Ziele Santiago zuträgt.   

 

KV

 

8. Von Bienen und Bremsen, und Schnacken im Ohr

kommt arg sich der Pilger bedrängt auch mal vor.

Dank dem Herrn, der all dies geschenkt,

durch seine Schöpfung den Blick auf sich lenkt.   

 

KV

 

9. Durch Schluchten und Wälder, am Abgrund entlang

spür ich Deine Nähe - es wird mir nicht bang.

Herr, bleib bei mir, der mich lenkt und führt,

näher dem Ziele Santiago zuträgt.    

 

KV

 

10. Die Schritte immer dumpf auf endlosem Weg,

Gedanken verfliegen, was bleibt ist Gebet.

Hör mein Atmen, das mein Leben hält,

Herr, ich hör Dein Atmen hier in der Welt.   

 

KV

 

11. Die Grillen, die Vögel in Wiese und Wald,

die singen Dir Lobpreis, dass froh es erschallt.

Dank sei Dir Herr, der all dies geschenkt

durch Deine Schöpfung den Blick auf Dich lenkst.    

 

KV

 

12. Wo Herberge ich fand,  mit Bett oder Stroh,

war ich wirklich dankbar und wahrhaftig froh!

Dank den Wirtsleut', führ und lenk auch sie,

bleib ihnen nah, das erbitt' ich für sie.    

 

KV

 

13. Sehr dankbar denk ich an die Lieben zu Haus,

die treu dort geblieben, dass ich kann hinaus.

Dank sei dem Herrn, führ und lenk auch sie,

bleib ihnen nah, das erbitt ich für sie.    

 

KV

 

14. Nimm, Gott, meine Fehler und Schwächen von mir,

schenk Segen, Vergebung und Nähe bei dir.

Herr, bleib bei mir, der mich lenkt und führt,

näher dem Ziele Santiago zuträgst.     

 

KV

 

15. Mein Herz träumt von Frieden, von Ruhe und Glück,

Gott schenkt auf dem Weg mir davon schon ein Stück.

Dank sei dem Herrn, der mich lenkt und führt,

näher dem Ziele Santiago zuträgt.    

 

KV

 

16. Der Mond scheint ganz schwach schon, die Nacht bricht herein,

sehr müd ist der Pilger, legt sich hin, schläft ein.

Herr, bleib bei mir, der mich lenkt und führt,

näher dem Ziele Santiago zuträgt.     

 

KV

 

17. Gar fremd scheint der Pilger den Menschen am Weg -

nur wenige ahnen, was ihn wohl bewegt.

Herr gib die Kraft, die mich lenkt und führt,

näher dem Ziele Santiago zuträgt.  

 

KV

 

18. Umsonst scheint zuweilen der Weg, den du gehst,

das Ziel unerreichbar, in Schmerzen verweht.

Herr, stärke mich, lass mich weiter geh‘n,

ich möcht so gern Santiago doch sehn.    

 

KV

 

19. Die Freundschaft ist Gabe, die kommt, wann sie will,

oft reichen nur Blicke, führ'n still zu ihr hin.

Herr, schenk Freundschaft nur zur rechten Zeit,

der Weg nach Santiago ist ja noch weit.    

 

KV

 

20. Die Lämmer, die Rösser, das Rindvieh, das stiert,

sehn unser Tun doch eher uninteressiert.

Dank sei dem Herrn, der all dies geschenkt,

durch seine Schöpfung den Blick auf sich lenkt.   

 

KV

 

21. Auch wild bellende Hunde am Weg stör'n dich nicht,

die Angst weicht zurück und verliert an Gewicht.

Dank sei dem Herrn, der mich lenkt und führt,

näher dem Ziele Santiago zuträgt.    

 

KV

 

22. Viel Tränen der Schwäche wie Tränen des Glücks

wisch ich aus den Augen, sonst seh‘ ich ja nix.

Dank sei dem Herrn, der all dies geschenkt,

durch das Erleben den Blick auf sich lenkt.    

 

KV

 

23. Der Weg schenkt Freude dir. Steckt andere an!

Du selber zehrst sicher ein Leben lang dran.

Dank sei dem Herrn, der all dies geschenkt,

durch das Erleben den Blick auf sich lenkt.    

 

KV

 

24. Bald kehre ich gestärkt nun wieder zurück,

schau mutig nach vorne und dankbar zurück

Herr bleib bei mir, der du lenkst und führst,

näher dem Ziele Santiago zuträgst.    

 

KV

 

25. Bist du dann am Ende des Wegs angelangt

hast endlich Jakobus von Herzen umarmt.

Dann dank dem Herrn, der gelenkt und geführt,

der dich im Leben auch weiterhin trägt.    

 

KV

     

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                                                                       14/09/2012

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