Ausrüstung (Haase)

 

                                             Meine Pilgerausrüstung (Christian Haase)

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  Hut, Tasche, Pilgerstab.

- Rucksack

- Pilgertasche

- Wanderschuhe

- Pilgerapotheke

- Brotbox

- Tasse

- Taschenmesser

- Schlafsack

- Poncho

- Gamaschen

- Isomatte

- Bettbezug

- Taschenlampe

- Tagebuch

- Strickjacke

- Kulturbeutel

- Handtuch

- Sandalen

- Strümpfe

- Unterwäsche

- T-Shirt

- Hemden

- Leichte Windjacke

- Handy

- digitale Kompaktkamera

- Hosen

- Sonnenbrille

- Pilgerhut

 

  Der Rucksack.

- Ich habe einen echt kleinen Rucksack dabei gehabt. Und zwar einen Gebirgsjägerrucksack. Ohne viel Schnickschnack, ohne Goretex, ohne geheimnisvolle Taschenfächer.

- Er besteht aus einem Hauptfach, dass zum Rücken hin mit einer Stoffschicht abgetrennt ist. Dazwischen habe ich die Aluisomatte verstaut.

 

  Im Hauptfach kamen alle wichtigen Kleidungsstücke, die Pilgerapotheke und der Kulturbeutel unter:

- 1 leichte Baumwollhose

- 1 T-Shirt

- 5 Paar Socken

- 7 x Unterwäsche

- 1 Kurzarmhemd

- 1 Strickjacke

- 1 lange Pyjamahose

- 1 Bettbezug

- 1 leichte Wind- und Regenjacke

- 1 mittelgrosses Handtuch

- 1 Waschlappen

- 1 Paar kniehohe Gamaschen

- 1 Paar Sandalen

 

  Den Rucksack habe ich nie als Last empfunden, gepackt hat er nicht mehr als 10 Kilo gewogen. Er hat zwar nur ein einfaches Tragesystem, das störte mich jedoch nicht, denn durch die Leichtigkeit brauchte ich kein anderes. Er ist robust, schnell trocknend, preiswert. Da das Packvolumen begrenzt ist, kam ich auch nicht in die Verlegenheit Unnötiges mitzunehmen. Aber es ging alles mit, was ich brauchte.

 

  Der Rucksack hat auch 2 geräumige Seitentaschen, dort habe ich den “Kleinkram” verstaut:

- 1 Rolle Toilettenpapier

- 1 Rolle halbtransparente, knisterleise Mülltüten

- 1 Taschenlampe

- 1 handvoll Wäscheklammern

- 1 x 2m feste Wäschleine (Baumwoll- Synthetikseil)

- 1 elastischen Packgurt

- 1 Esbittaschenkocher (nie gebraucht)

- 1 Beutel Birkenrindenzunder

- 1 Päckchen wasserfeste Streichhölzer

 

- Ich habe sommerliche und warme Kleidung dabei gehabt, sowie Regenausstattung. Sogar ein kleiner

Taschenkocher war mit dabei. Die Kleidung wurde je nach Grösse, in halbtransparente Mülltüten verpackt, der Rucksack mit Imprägnierspray geschützt.

- Auf den Rucksack habe ich den Schlafsack (Kunststofffüllung) geschnürt. Dieser befand sich in einem

wasserdichten Kleidersack. Befestigt wurde er an den Rucksackösen mit einem Packgurt und einem textilen

Gürtel. Meistens jedoch auch mit der Wäscheleine. Die feuchten Kleidungsstücke konnten so während des Tages an der Sonne prima trocknen.

- Den Regenponcho habe bei Regen kaum getragen, sondern auf den Schlafsack geschnürt, um dem Rucksack zusätzlichen Regenschutz zu geben.

 

  Isomatte, Bettbezug, Schlafsack.

- Warum habe ich einen Bettbezug dabei? Das hat sich während der Vorbereitung so ergeben, als ich noch in der Entscheidungsphase war. Statt eines Schlafsacks, wollte ich eine leichte Decke mitnehmen, verwarf aber die Idee. Bei der nächsten Tour kann dies aber durchaus sein, dass ich auf den Schlafsack verzichten werde. Die Isomatte war eine einfache, faltbare Alumatte, Zeitungen täten aber auch diesen Dienst.

- Doch diese Matte ist dann doch praktischer. Sie habe ich immer auf die Matrazen gelegt, darüber den

Bettbezug und mit dem Schlafsack habe ich mich zugedeckt. Der Vorteil, den der Bettbezug hat, ist der, dass er die gesamte Matraze abdecken und man vor Ort vorhandene Decken einziehen kann. Oft habe ich ihn aber auch mit der Strickjacke gefüllt und hatte so ein bequemes Kopfkissen. Ausserem gab er mir immer ein behagliches Gefühl auf meinen wechselnden Schlafstätten.

 

  Die Pilgertasche.

- In der Pilgertasche hatte ich Gegenstände des täglichen Gebrauchs, so wie Pilgerführer, Tagebuch, Mobiltelefon und Digitalkamera, Obst, eine Brotdose, PET-Wasserflasche (0,5 bis 0,75 Liter), eine grosse Emailletasse, die ich auch auf den Taschenkocher hätte stellen können und sogar einen Regenschirm. Die Tasche war auch praktisch, wenn ich meinen Rucksack bereits in der Herberge hatte und nochmals ausgegangen bin. Alle wichtigen Dinge waren somit immer griffbereit.

 

  Am Mann.

  Eine vollständige Bekleidungsgarnitur hatte ich natürlich an.

- 1 Jeans

- 1 Unterwäsche

- 1 T-Shirt

- 1 Kurzarmhemd

- 1 Paar Wandersocken (nicht zu dünn, nicht zu dick, teilweise hatte ich auch 2 Paar Socken übereinander

gezogen.)

- 1 Taschenmesser

- 1 Feuerzeug

- Und den Pilgerhut, natürlich.

 

- Rucksack und Tasche gibt es natürlich nicht nur in olivgrün, sondern auch in anderen Farben. Beide sind

darüber hinaus aus fast unverwüstlichem Material und sehr preiswert.

- Ich kann nur sagen, dass gerade der Verzicht auf Ballast, den man sonst auf dem Rücken tragen müsste, auch einen Teil des Reizes beim Pilgern ausmachte.

 

  Die Wanderschuhe.

- Meine Wanderschuhe waren auch Armeeschuhe. Und zwar ein Nachbau der Gebirgsjägerschuhe, mit einer atmungsaktiven Membran versehen. Das Original wäre vielleicht besser gewesen.

- Der Schuh war nicht zu schwer und hielt den Fuss sehr stabil.

Das Material selbst war aber nicht sehr solide verabeitet, so dass sich der Schuh in der vierten Woche von

der Sohle löste, was mich schwer enttäuschte.

- Das Sohlenprofil hat sich in den vier Wochen auch sehr abgelaufen, dass Innenmaterial hielt zuviel

Feuchtigkeit und begann irgendwann zu müffeln an.

- Zur nächsten Tour werde ich einen anderen Schuh wählen.

- Ich finde, einen passenden Schuh zu finden ist nicht leicht, man sollte sich sehr gut von mehreren Fachleuten  beraten lassen. Wenn man bis Santiago pilgert, kommt vielleicht eine leichtere Version, mit Textileinsätzen in Frage.

- Ich für meinen Teil bleibe aber bei einem Volllederschuh, möglichst in Schwarz oder dunkelbraun.

Empfehlenswert ist es sicherlich auch, sich vom orthopädischen Schuhmacher passende Einlagen anfertigen

zu lassen. Wenn schon, denn schon.

- Der Volllederschuh muss natürlich auch im Vorfeld eingelaufen werden. Mein Paar habe ich eine halbe

Nummer grösser gekauft, damit ich auch bei geschwollenden Füssen, bei Bedarf mit 2 Paar Socken (1 Paar

leichte, 1 Paar dickere Treckingsocken) laufen konnte.

 

  Die Ersatzschuhe.

- Ich hatte als Ersatzschuhe lediglich Flipflops dabei. Die waren sehr leicht im Gewicht, pflegeleicht und

unverwüstlich.

- Wer kurze Wege in der Herberge nicht barfuss gehen kann oder will, ist mit diesen Plastelatschen gut bedient.

Möchte man jedoch längere Wege in der Freizeit oder auch auf einer Etappe in dieser Schuhart gehen, sind

sie nicht zu empfehlen! Da sind Tevasandalen aus Kunststoffmaterial oder Leder immer die bessere Wahl.

- Es kommt durchaus vor, dass man auf Wegestrecken die festen Wanderschuhe nicht benötigt oder einfach

seine Füsse “atmen” lassen möchte. Gerade, wenn man sich Blasen oder Schlimmeres zugezogen hat. Auch

zum Durchwaten von Bächen oder gar zum Baden, bei unbekannten steinigen Untergründen, sind

Tevasandalen dann bestens geeignet. Optimal sind sie mit Fussbett!

 

  Einfachste Ausrüstung.

- Ich habe mich bewusst gegen eine komplette High-Techausrüstung entschieden, so dass ich einige Dinge

neuerwerben musste. Mit ?High-Techmaterialien? sind lediglich die Schuhe und die Wandersocken

ausgestattet. Ich habe keine ?GoreTexunterhosen? oder ähnliches mitgenommen. Die Kombination aus

Rucksack und Pilgertasche finde ich genial und werde sie auf allen Reisen beibehalten!

- Gerade auch die Einfacheit der Ausrüstung sind für mich ein wesentlicher Punkt beim Pilgern. Mit Einfachheit meine ich nicht primitives Material. Funktional, aber nicht überfunktional. Am Liebsten wäre ich in so einer Art Pilgerkutte unterwegs, Bekleidung und Schlafdecke in einem. Pilgerkutte, Hut und Tasche. Pilgerstab und Sandalen. Das wär’s. Das werde ich mal ausprobieren…!

 

  Pilgerapotheke und Kulturbeutel.

  Auch ein kleines Thema für sich.

 

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                                                                       08/05/2011

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